Montag, 27. August 2012

Frühstück mit Familie Flodder.

In meiner Nähe hat ein neues Café eröffnet. Am Wochenende war ich dort frühstücken.

Am Nebentisch sitzt eine Familie. Sie, um die 40 (sieht aber aus wie 60), arbeitet in einem Sonnenstudio, wie ich nach kurzer Zeit erfahre. Er, Typ Trucker, ebenfalls um die 40, trägt ein Holzfällerhemd, eine Jeansweste und ein Oberlippenbärtchen. Ich nenne ihn der Einfachheit halber "Ralle". Außerdem sitzt noch eine Frau um die 20 mit am Tisch. Und Sohn Fabio.

Fabio rutscht die ganze Zeit unruhig von einer Pobacke auf die andere. Es geht:

- "Fabiooo, lass das jetz ma!",
- "Fabio, setz dich endlich ma richtich hin!",
- "Fabio, du nervst!"
- "Fabio, geh doch spieln!"

Fabio folgt den Anweisungen, steht auf und entdeckt die liebevoll bepflanzten Blumenkübel. Zielstrebig fängt er an, die Blumen samt Wurzeln rauszureißen. Ralle wird auf das Debakel aufmerksam und brüllt: "Fabiooooo, komm sofort her! Dat is dat wat ick immer zu dir sage, diese Aussetzer, die du manchmal hast! Siehst du! So wird dat nix mit dir!".

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Freitag, 10. August 2012

Schwangerschaft verbindet.

Klingt erstmal komisch, scheint aber tatsächlich so zu sein. Heute hörte ich im Büro ein Gespräch zwischen einer schwangeren Kollegin und einem Kollegen, dessen Frau ebenfalls schwanger ist, mit an. Das eigentlich Ungewöhnliche daran ist, dass die beiden normalerweise niemals ein Wort miteinander sprechen, die beiden sind sich sozusagen nicht grün. Und nun finden zwischen Kaffeautomat und Schreibtisch angeregte Gespräche über Besuche beim Gynäkologen, Schwangerschaftsstreifen und die aktuellen Kinderwagen-Modelle statt...Schwangerschaft verbindet. Schön.

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Montag, 6. August 2012

Shopping-Schlacht.

Heute war ich zum ersten Mal bei Primark. Ich dachte, an so einem Montagvormittag nach den Schulferien kann ja nicht so viel los sein. Leider weit gefehlt. Kurz nach dem Betreten wird mir klar: Das hier ist KEIN Spaß, das hier ist KRIEG! Bewaffnet mit riesengroßen Einkaufstaschen drücken sich Horden durch die Gänge. Todesmutig stürze ich mich also in die Schlacht.
Es fliegen Hosen, T-Shirts, Pullis, Schals, Ketten, Socken, Jacken......Auch in meine Einkaufstasche. In der Schlange vor den Umkleidekabinen gebe ich fast auf, doch ich reiße mich zusammen und bleibe tapfer. Zwanzig Minuten und nicht von mir gezählte T-Shirts, Jeans, Schuhe und eine Strumpfhose später verlasse ich erschöpft das Kampfgebiet.




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